Großes Engagement und Unterstützung für Demokratie und Toleranz in Mecklenburg-Vorpommern
Die hohe Zahl von Flüchtlingen im Jahr 2015 hat ein großes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz vor Ort in Mecklenburg- Vorpommern hervorgerufen. Die Beratungsstruktur im
Land hat sich bei der Bewältigung der Herausforderungen als überaus hilfreich erwiesen. Das
geht aus dem jüngsten Bericht des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ hervor, den das Kabinett heute verabschiedet hat.
„Der Bericht zeigt erneut, dass viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in hohem Maße für dieDemokratie und ein tolerantes Miteinander engagiert sind. Das ist ein ermutigender Befund“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die langjährige und kontinuierliche Unterstützung des Landes zur Stärkung der Demokratie und zur Aufklärung über den Rechtsextremismus tragen Früchte“, so Hesse.
Um den großen Informationsbedarf von Bürgerinnen und Bürgern zu decken, hatte die Landeszentrale für politische Bildung die kurze, kompakte und leicht verständliche Broschüre „Flüchtlinge in Mecklenburg Vorpommern: 20 Fragen – 20 Antworten“ herausgegeben. Die Broschüre fand einen enorm hohen Absatz (insgesamt 60.000 Exemplare) und ein positives Echo, vor allem bei Job-Centern, Arbeitsagenturen, Sozialverbänden, Schulen, Kommunalverwaltungen und den ehrenamtlichen Helfern.
Die Regionalzentren für demokratische Kultur und andere Beratungsprojekte des Landes haben im
vergangenen Jahr insbesondere im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen auf über 1.200
Beratungsanfragen reagiert und rund 170 Fortbildungen durchgeführt. Besonders ehrenamtliche Bürgerinitiativen und Kommunen nahmen diese Unterstützung bei der Organisation der Flüchtlingsbetreuung sowie in der Auseinandersetzung mit fremdenfeindlichen Aktionen in Anspruch.
Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, sagte: „Mecklenburg-Vorpommern
verfügt über eine bundesweit einmalige Struktur zur Unterstützung der Demokratieentwicklung. Die
konkreten Beratungsangebote sind eine wichtige Hilfe für viele Kommunen, Bürgerinitiativen und
Einzelpersonen.“
Das Landesprogramm hat das Ziel, die Demokratieentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern zu
unterstützen und Rechtsextremismus, Antisemitismus, Gewalt und Ausländerfeindlichkeit entgegenzuarbeiten. Im Rahmen des Landesprogramms wurden im Jahr 2015 Mittel in Höhe von fast 2,5 Mio. Euro eingesetzt. Die Federführung für das gesamte Landesprogramm liegt seit 2012 bei der Landeszentrale für politische Bildung. Die Ergebnisse werden jährlich in einem Bericht zusammengefasst.
Bericht der Landesregierung (download, pdf 723 KB)
Pressemitteilung (download, pdf 98 KB)




